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DIY - Das Gestaltungs-ABC oder Dekorieren macht Spaß!

Gestalten heißt auch Ordnen, macht Spaß und ist so einfach ins tägliche Leben einzubauen

Zuerst mache ich "Klar Schiff" in Schränken, auf Fensterbänken und Dekokisten und dann wird dekoriert

Der 12 teilige Farbkreis nach Johannes Itten, Quelle: "Kunst der Farbe" des Otto Meier Verlag, Ravensburg

Viele werden sich fragen, was ist denn das? Meine Antwort dazu: Gestalten heißt auch Ordnen, um viele kleine Dinge in einen Zusammenhang zu bringen. Wer sich schon ein bisschen durch unsere Blogbeiträge gelesen hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass es hier um Dekorieren, Gestalten und Schönheit geht. Ich liebe die Auseinandersetzung mit Form und Farbe und ich wünsche mir, dass der Funke überspringt und ich euch auch dafür begeistern kann. Diese Themen berühren euer tägliches Leben und sind für das persönliche Wohlfühlen sehr wichtig. Meine letzte längere Bahnfahrt habe ich mal dazu genutzt, um mir einige Gedanken zum Thema Gestaltung zu machen. Ich hoffe, ich kann euch dafür begeistern, mein kleine Studie von A wie Aussortieren bis Z wie Ziel erreicht, lest ihr hier:

 

A – wie Aussortieren und Ausmisten. Kennt ihr das Gefühl der Erleichterung, wenn ihr in einen Bereich eurer Wohnung mal einige Dinge aussortiert. So ist es auch mit dekorierten Fensterbänken und Sideboards. Manchmal muss man sich einfach von Dingen trennen, um etwas Schönes zu erreichen. Verschenken und auf Flohmärkten verkaufen hilft ungemein, wieder Ordnung in die Seele und auf die Fensterbank zu bringen.

 

B – wie Blickpunkte schaffen, sogenannte Eyecatcher lassen das Auge auf einer Dekoration verweilen. So etwas kann ein besonders großes oder farbenfrohes Lieblings-It-Piece sein, welches zum Thema der Deko passt. Schaut doch mal bei unseren Sternen und Sonnen/Kränzen vorbei, da gibt es viele Eyecatcher.

 

C – wie chic. Der Duden enthält noch ganz viele Varianten zu diesem kleinen Wörtchen. Umgangssprachlich gibt es diese flotten Adjektive: todschick, angesagt und schnieke, und die sprachliche Varianten zu diesen vier Buchstaben, super klasse.

 

D – wie Der goldene Schnitt. Wenn man sich mit Gestaltung beschäftigt, kommt man am Goldenen Schnitt einfach nicht vorbei.

Die fachliche Erklärung lautet: „In der Natur gibt es eine Gesetzmäßigkeit, die unterschiedlich lange Strecken in ein harmonisches Verhältnis bringt.“ Erklärung: Der goldene Schnitt trennt eine Strecke 5/5 in zwei unterschiedliche Teile 2/5 und 3/5.

Gut nachzuvollziehen ist diese Proportionslehre am menschlichen Körper. Ganz unbewusst empfinden wir die Proportionen eines Menschen dann am harmonischsten, wenn alles im ausgewogenen Verhältnis des goldenen Schnittes ist. Wenn der Oberkörper zu kurz oder die Beine zu lang gewachsen sind, fällt uns das auf, ohne dass wir nachmessen müssen. Klasse, nicht wahr? Wir haben dieses Proportionsgefühl in uns, weil wir ja auch natürliche Lebewesen sind und keine technische Geräte.

In der Gestaltungslehre könnt ihr den goldenen Schnitt super bei einer Gefäßbepflanzung anwenden. Das Gefäß könnte 2/5 der Höhe einnehmen und die Bepflanzung 3/5.  Und schon empfindet unser Auge das gepflanzte Arrangement als harmonisch.

 

E – wie einfach anfangen. Manchmal hilft es, wenn man eine Anregung bekommt, wie andere Gestalten und Dekorieren.                         Auf unserer Seite -Eure Fotos- findet ihr eingesandte Fotos von unseren Kunden und Fans. Einfach mal stöbern, vielleicht ist ja eine Gestaltungsidee für euch dabei. 

 

F – wie Fensterdekoration.  Wer kennt das nicht, das Gefühl nicht ungestört zu sein, obwohl im ersten Moment kein Mensch zu sehen ist, der einen beobachtet. Da weiß ich Rat: ein selbst gebasteltes Transparentbild oder auch unsere Windspiele dienen wunderbar als Sichtschutz. Für schmale Scheiben, wäre ja auch eine Dekokette denkbar. Das Fenster ist liebevoll geschmückt und ist geschützt vor ungebetenen Blicken.

 

G – wie Grundfarben. Natürlich kennt jeder die Grundfarben Rot, Gelb und Blau. Weißt du auch warum diese Farben, Grundfarben heißen? Rot, Gelb und Blau sind nicht ermischbar, daher nennt man sie in der Farbenlehre Primärfarben oder Farben erster Ordnung. 

 

H – wie Harmonie der Nachbarschaftsfarben ist jedem bekannt. Gerne auch umgangssprachlich als “Ton-in-Ton“ bezeichnet. Wenn wir auf den Farbkreis schauen, sind das nebeneinander liegende Farben wie zum Beispiel gelb, gelb-orange, orange, orange-rot. Es ist die Harmonie der kleinen Abstände und wirkt auf uns sehr stimmig und leise. Wenn du eine Dekoration in dieser Harmonie gestalten möchtest, bist du immer auf der sicheren Seite, weil diese Farbkombinationen immer gut und harmonisch aussehen.

 

I -  wie Johannes Itten war ein Schweizer Maler, Kunsttheoretiker, Kunstpädagoge und lehrender Maler im Bauhaus in Weimar. Er entwickelte eine Farbenlehre und gilt als Begründer der Farbtypenlehre. Quelle: Wikipedia. Der Farbkreis von Johannes Itten aus dem Jahre 1961 ist besonders, da er es schaffte durch die geometrische Darstellung sehr anschaulich die 12 Farben und ihre verschiedenen Ordnungen darzustellen. Siehe Farbkreis im Blog. Weitere Persönlichkeiten, die Farbkreise kreiert haben, sind Newton und Goethe. 

 

J – wie jahreszeitliche Gestaltung, damit ist die Deko zu Ostern, Weihnachten, Herbst und Sommer gemeint. Warum ist so etwas wichtig? Es regt unseren Geist an, wenn wir unterschiedliche optische Reize bekommen und ist wie Kurzurlaub für deine Augen. 

 

K – wie Komplimentärkontrast bedeutet, dass zwei Farben, die sich im Farbkreis gegenüber liegen, sehr gut miteinander harmonieren. Eine sogenannte „Harmonie der großen Kontraste“ wird diese Kombination auch genannt. Ein uns bekanntes Beispiel ist die rote Christbaumkugel am grünen Tannenzweig. Viele Menschen finden diesen starken Kontrast als sehr harmonisch. Obwohl der Abstand der Farben zueinander, der größtmögliche ist. Vielleicht weil wir viele Beispiele in der Natur finden, wie die rote Ilexbeere am dunkelgrünen Strauch. Orangerote Korallen im blaugrünen Wasser. 

 

L – wie Licht in Form von Lichterketten ist ein wichtiges Gestaltungsmittel geworden. Früher holte man die Lichterketten nur zur Weihnachtszeit hervor, heute sorgen die vielen unterschiedlichen Lichterketten das ganze Jahr für sehr angenehme Lichtakzente

 

M – wie mosy. Wer gerne mal ein Gesteck mit frischen Blumen machen möchte, der benötigt diesen grünen Steckschwamm, genannt mosy. In meinem Blogartikel zum Valentinstag findet ihr viele wichtige Infos zum Handling. 

 

N – wie Nichtfarben. Schwarz und Weiß werden Nichtfarben oder auch unbunte Farben genannt. Wir erschaffen durch zusammenmischen von schwarz mit weiß die sogenannten Grauleiter. Im Einrichtungsbereich haben die Abstufungen von schwarz und weiß immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wenn ihr diese Nichtfarben mit einer Grundfarbe, zum Beispiel gelb kombiniert, schafft ihr eine Farbkombination die echt in Erinnerung bleibt. Farben sind einfach eine riesige Spielwiese und ich liebe es!! Man kann so viel damit anstellen und bewirken. 

 

O – wie Oberflächenstrukturen sind überall und allgegenwärtig. Ihr könnt spannende Dekorationen gestalten mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Rostiges Metall in braun in Kombination mit edlem Porzellan in der gleichen Farbe, sieht harmonisch und kontrastreich aus. Wir bleiben in der gleichen Farbe, haben allerdings eine andere Oberfläche. 

 

P – wie Phantasie ist die Fähigkeit, vorhandene Ideen und Gedanken miteinander zu kombinieren. Jeder Mensch hat Phantasie, manchmal braucht sie ein wenig Zeit um sich entfalten zu können. Also warum nicht einfach mal ganz unterschiedliche Dinge für eine neue Dekoration zusammen kombinieren? Oft sehen solche spontanen Aktionen überraschend lebendig und authentisch aus. 

 

Q – wie Qualitytime. Es macht echt Spaß, eine gemeinsame Aktion mit Freunden zu starten. Ganz spontan fällt mir „das Adventskranzbinden“ dazu ein. Freunde und Freundinnen treffen sich, zum Kranzbinden und jede/r kann am Ende des Tages einen gebundenen Kranz mit nachhause nehmen. So sorgt gemeinsame Gestaltung für eine tolle gemeinsame Zeit. 

 

R – wie Reihungen, wir kennen die einfachen und rhytmischen Reihungen. Hört sich ein wenig sperrig an, ist allerdings nicht wegzudenken aus dem Gestaltungs-ABC. Von einfachen oder stetigen Reihungen sprechen wir, wenn wir gleiche Elemente in gleichen Abständen aneinanderfügen. Ein Beispiel dazu: Gewürzpflanzen nebeneinander aufgestellt auf einer Fensterbank – Wie die gleichgroßen Perlen einer Perlenketten aufgefädelt…. Wir sprechen von einer rhythmischen Reihung, wenn mindestens zwei  Elemente eine unterschiedliche Größe haben und dann im gleichen Abstand eingesetzt werden. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: zu den Gewürzen auf unserer Fensterbank gesellen sich noch drei Gartenzwerge und drei Gießkannen – es entsteht ein kleiner Rapport (Gewürz, Gewürz, Gießkanne und Gartenzwerg) der dann wiederholt wird und schon haben wir eine spannungsreiche Gestaltung geschaffen, genannt: rhytmische Reihung.

 

S – wie Stimmung. Mit einer stimmigen Gestaltung kann man eine besondere Atmosphäre schaffen. Zur runden Geburtstagsfeier der besten Freundin versetzt eine tolle Deko alle Gäste in eine festliche Stimmung. Kennt ihr den Spruch?- Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!- In diesem Sinne: hier nur einige Beispiele: sommerliche, fröhliche Balkondeko- und Bepflanzung, festliche und kuschelige Weihnachts- und Osterdeko. Der duftende Tee schmeckt noch mal so gut, mit Kastanien und Herbstastern auf dem Tisch.  

 

T - wie Thema. Deine Dekoration kommt dann am besten zur Geltung, wenn du in einem Thema bleibst. Das heißt mache dir vorher Gedanken, in welchem Thema du gestalten möchtest und besorge dir vorher die passenden Sachen. Möchtest du eine Deko im „Tropical Style“ machen, passen Strohhut, Flamingos und bunte Windlichter zum Thema. Zu einer Deko im „Seasidestyle“ sind Fische, Muscheln, Leuchtturm und Badenixe die richtigen Zutaten. Es gibt noch viel mehr Themen….Sweat Eastertime, Karneval, Spargelzeit, Happy Summer, Botanical Herbs….u.s.w. 

 

U - wie Upcycling  ist ein ganz aktueller Trend, der sich mit Abfallprodukten beschäftigt. Beim Upcycling entstehen durch geschickte Kombination verschiedener Abfallprodukte neuwertige brauchbare Dinge. Das macht echt Spaß und ist auch noch super sinnvoll! Auch bei uns gibt´s ein Upcycling- Windspiel. 

 

V – wie Verschenken kommt von Herzen und ist eine Kunst für sich. Wusstet du eigentlich, dass du bis zu drei Menschen in der Schönheit-Schenken-Kette glücklich machen kannst? Lies mehr im Blogbeitrag Unser Weg #4. 

 

W – wie Weitergeben wenn es unübersichtlich wird in deiner Dekokiste. Dekoartikel kannst du wunderbar mit deinen Freunden tauschen oder auch für kleines Geld im World Wide Web auf diversen Plattformen verkaufen. Gestalten heißt auch ordnen, daher ist ein aktualisieren deiner Dekovorräte eine gute Maßnahme den Überblick zu behalten.

 

X – wie XMAS-Farben. Die beliebtesten Weihnachtsfarben sind rot und grün. Grün symbolisiert das fruchtbare Grün der immergrünen Koniferen und rot symbolisiert die Farbe des Blutes und des Feuers. Die beiden Farben liegen im Farbkreis gegenüber, daher empfindet das Auge diese Kombination als gelungen. Alle Farben die im Farbkreis gegenüber liegen, nennt man Komplementärfarben. 

 

Y – wie Yes you can do it. Meine Botschaft an euch heißt: Dekorieren macht Spaß und jeder kann es.  

 

Z – wie Ziel erreicht, wenn du dir mit deinen Lieblingsstücken ein schönes Zuhause gestaltet hast. 

 

Bildquelle: Der 12 teilige Farbkreis nach Johannes Itten, "Kunst der Farbe" des Otto Meier Verlag, Ravensburg